piwik-script

Intern
    Meningokokken und Haemophilus Influenzae

    Daten des NRZMHi zu Haemophilus influenzae 2018

    english

    1. Einleitung

    Zu den Aufgaben, mit denen das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken und H. influenzae (NRZMHi) vom Robert Koch Institut zur Überwachung von invasiven Haemophilus influenzae-Erkrankungen beauftragt wurde, gehören die Serotypisierung klinishcer Isolate aus Blut und Liquor, sowie die Untersuchung von Resistenzen gegen β-Laktamantibiotika.

    Im Jahr 2018 wurden insgesamt 803 Einsendungen untersucht, darunter Isolate von 649 Patienten mit invasiven Infektionen. Das NRZMHi konnte die Diagnose von H. influenzae in 636 Fällen mit invasiver Erkrankung betätigen. In 609 Fällen wurde H. influenzae aus Blut isoliert, in 25 Fällen aus Liquor. Wir erhielten zudem H. influenzae sowohl aus Blut wie auch aus Liquor in zwei Fällen.

    Der Nachweis von H. influenzae aus diesen Materialien ist nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig. Für 2018 wurden nach den gesetzlichen Meldedaten 843 invasive H. influenzae-Infektionen registriert. Da das NRZMHi alle Laborbefunde den zuständigen Gesundheitsämtern übermittelt, kann die Abdeckung der Laborüberwachung aus diesen Daten geschätzt werden. So kann eine Abdeckung von 75 % für 2018 angenommen werden.

    Wie in früheren Jahren gehörte die Mehrheit der Blut- und Liquor-Isolate zu den nicht-typisierbaren H. influenzae (NTHi, 526 Isolate, 82,7%), gefolgt von Hif als dem häufigsten Serotyp (69 Fälle, 10,8%). Hib und Hie zeigten sich als die dritthäufigsten Serogtypen (jeweils 18 Fälle, 2,8%). Von den seltenen Serotypen fanden sich fünf Hia (0,8%), jedoch kein Hic oder Hid. Unter den untersuchten Fällen war die Altersgruppe der > 40jährigen am häufigsten betroffen (564 Fälle, 88,7% aller Fälle). Zudem zeigte sich ein signifikanter Prozentsatz der Fälle bei Kindern unter fünf Jahren (38 Fälle, 6,0%).

    Das NRZMHi untersuchte die Resistenzrate von Ampicillin und verwendete hierbei Gradienten-Agardiffusionsteste. Einhundertvierundvierzig Isolate (21,1%) waren Ampicillin resistent (MHK > 1 µg/ml), darunter zeigten 78 (52,2 %) β‑Lactamase-Produktion. Das NRZMHi untersuchte auch alle Isolate auf Cefotaxim-Emfpindlichkeit. Resistenz gegen Cefotaxim wurd in 9 Isolaten (1,4 %) gefunden.

    2. Serotypverteilung von H. influenzae-Isolate aus Blut oder Liquor 2017

    3. Altersverteilung von Patienten mit H. influenzae-Nachweis aus Blut oder Liquor

    4. Serotypenverteilung nach Bundesland

    5. Serotypenverteilung nach Material

     

    6. Ampicillin-Resistenz von H. influenzae-Isolaten aus Blut oder Liquor

    Hinweis zum Datenschutz

    Mit 'OK' verlassen Sie die Seiten der Universität Würzburg und werden zu Facebook weitergeleitet. Informationen zu den dort erfassten Daten und deren Verarbeitung finden Sie in deren Datenschutzerklärung.

    Hinweis zum Datenschutz

    Mit 'OK' verlassen Sie die Seiten der Universität Würzburg und werden zu Twitter weitergeleitet. Informationen zu den dort erfassten Daten und deren Verarbeitung finden Sie in deren Datenschutzerklärung.

    Kontakt

    Institut für Hygiene und Mikrobiologie
    Josef-Schneider-Straße 2
    97080 Würzburg

    Suche Ansprechpartner

    Campus Medizin
    Campus Medizin