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    Meningokokken und Haemophilus Influenzae

    Daten zur Laborüberwachung von Meningokokken (2016)

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    Einleitung

    Das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken und Haemophilus influenzae (NRZMHi) ist vom RKI mit der Feintypisierung und der Surveillance von Antibiotikaresistenzen bei invasiven Meningokokkenerkrankungen beauftragt. Insgesamt wurden im Jahr 2016 454 Proben von 375 Patienten untersucht. Das NRZMHi konnte Neisseria meningitidis bei 302 Patienten nachweisen. Bei 282 Patienten erfolgte der Meningokokkennachweis aus primär sterilen Materialien (diese Zahl entspricht der Anzahl der invasiven Erkrankungen), wobei in 36 Fällen Meningokokken ausschließlich mit kulturunabhängigen Methoden nachgewiesen wurden. Im Vergleich dazu wurden 339 Fälle invasiver Meningokokkenerkrankungen im Jahr 2016 an das RKI gemeldet (Stand 21.03.2017, SurvStat@RKI). Die Inzidenz der invasiven Meningokokkenerkrankung in Deutschland ist 2016 (0,41/100.000) im Vergleich zum Vorjahr (0,36/100.000) leicht angestiegen. Da das NRZMHi alle Befunde den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern übermittelt, kann davon ausgegangen werden, dass ca. 83% der an das RKI gemeldeten Fälle durch das NRZMHi untersucht wurden (2015: 86%).


    Verteilung der Serogruppen B, C, W und Y (2016)


    Die Anzahl der am NRZMHi untersuchten Fälle mit Serogruppe B nahm weiterhin ab, während bei den Serogruppe C-, W- und Y-Erkrankungen jeweils eine Zunahme zu verzeichnen war.


    Serogruppen aufgeschlüsselt nach Altersgruppen (2016)


    Die Mehrzahl der Serogruppe C- und W-Erkrankungen trat bei Patienten auf, die 20 Jahre oder älter waren.


    Serogruppen aufgeschlüsselt nach Bundesländern (2016)


    BW: Baden-Württemberg, BY: Bayern, BE: Berlin, BB: Brandenburg, HB: Bremen, HH: Hamburg, HE: Hessen,
    MV: Mecklenburg-Vorpommern, NI: Niedersachsen, NW: Nordrhein-Westfalen, RP: Rheinland-Pfalz, SL: Saarland,
    SN: Sachsen, ST: Sachsen-Anhalt, SH: Schleswig-Holstein, TH: Thüringen, Aus: Ausland.
    Bei Materialien von 4 invasiven Fällen konnte die Serogruppe nicht bestimmt werden (NG). In 8 Fällen erkrankten die Patienten in Deutschland, hatten jedoch ihren Wohnsitz im Ausland.


    Geografische Verteilungen der Serogruppen (2016)

    Die farbigen Symbole repräsentieren Erkrankungsfälle durch die entsprechenden Serogruppen. Für Serogruppe Y ist ein überwiegendes Auftreten in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen festzustellen.Alle Karten wurden mithilfe des Geografischen Informationssystems EpiScanGIS erstellt.


    Häufigste Feintypen (2016)

    Feintyp

    Anzahl der Fälle

    % der Fälle

    B:P1.7-2,4:F1-5

    20

    7,0

    B:P1.22,14:F5-5

    17

    6,0

    Y:P1.5-2,10-1:F4-1

    14

    4,9

    B:P1.22,14:F5-1

    13

    4,6

    C:P1.5,2:F3-3

    10

    3,5

    C:P1.18-1,3:F5-8

    9

    3,2

    W:P1.5,2:F1-1

    9

    3,2

    B:P1.7-2,4:F5-1

    8

    2,8

    C:P1.5-1,10-8:F3-6

    8

    2,8

    Y:P1.5-1,2-2:F5-8

    7

    2,5

    B:P1.18-1,3:F1-5

    6

    2,1

    Im Jahr 2016 wurden insgesamt 115 unterschiedliche Serogruppe-PorA-FetA-Kombinationen (=Feintypen) beobachtet.


    Häufigste Feintypen aufgeschlüsselt nach Altersgruppen (2016)


    Einige Feintypen traten überwiegend bei Patienten auf, die 20 Jahre oder älter waren.


    Antibiotikaresistenzen von invasiven Isolaten

    (nach Kriterien von EUCAST 2016)

    Antibiotikum

    sensibel

    intermediär

    resistent

    Penicillin

    149

    75 (31,3%)

    16 (6,7)

    Cefotaxim

    240

     

     

    Ciprofloxacin

    235

     

    5

    Rifampicin

    239

     

    1


    Die Anteile intermediär-sensibler und resistenter Stämme erhöhten sich von 12,8% bzw. 1% im Jahr 2015 auf 31,3% bzw. 6,7% im Jahr 2016.


    Allgemeiner Hinweis


    Die Daten des NRZMHi werden im Auftrag des RKI ermittelt. Eine wissenschaftliche Verwertung der Daten durch Dritte ist ohne Genehmigung des NRZMHi und des RKI nicht gestattet. Eine kommerzielle Verwendung der Daten z.B. für Werbezwecke ist untersagt. Eine Reproduktion der grafischen oder tabellarischen Darstellung auch zum Zwecke von Vorträgen ist nicht gestattet.

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